Das Förderprogramm IQ − Integration durch Qualifizierung
Das Förderprogramm IQ startete im Januar 2026 mit einer neuen Richtlinie in die Förderphase 2026–2028. IQ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Europäische Union über den ESF Plus in zwei Förderrunden – 2023 bis 2025 und 2026 bis 2028 – finanziert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) administriert. Partner in der Umsetzung des Förderprogramms-IQ sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).
Qualifizierung und Willkommens- und Anerkennungskultur. Zwei neue Netzwerke.
Das „Regionale Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte, RINIA IQ NRW – West“ ist Anlaufstelle für erwachsene qualifizierte Arbeitskräfte ausländischer Herkunft mit Wohnsitz oder regelmäßigem Aufenthalt in der jeweiligen Region.
Das „Regionale Integrationsnetzwerk Willkommens- und Anerkennungskultur internationaler Arbeitskräfte, RINWA IQ NRW“ berät Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und deren Beschäftigte zu Fragen der Gewinnung, Einstellung, zur Kooperation mit und dem Halten von internationalen Arbeits- und Fachkräften im Betrieb.
Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung
Die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung (AQB) in NRW und das etablierte Portal für Ratsuchende und Beratende www.anerkennungsberatung-iq.de wird bis Ende 2028 fortgeführt.
Regionales Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte, RINIA IQ NRW – West
Das Regionale Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte IQ NRW – West (RINIA IQ NRW – West) wird vom WHKT in Düsseldorf koordiniert. Die Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte internationaler Herkunft mit Wohnsitz in Deutschland werden durch die IQ Teilvorhaben bei unterschiedlichen Trägern entlang folgender Aktivitäten gemäß Förderrichtlinie IQ umgesetzt:
- Gruppenangebote:
Berufsfachliche innovative Qualifizierungsangebote einschließlich Ausgleichs- und Anpassungsmaßnahmen des umsetzenden Trägers für Gruppen, die für die Aufnahme einer qualifikationsadäquaten Erwerbstätigkeit in Deutschland relevante berufsfachliche Kenntnisse vermitteln. Zielgruppe sind sowohl Personen, für die ein Anerkennungsverfahren erforderlich ist, als auch Personen, für die ein Anerkennungsverfahren nicht vorgesehen oder nicht aussichtsreich ist.
- „Qualifizierung on the Job“:
Der umsetzende Träger vermittelt berufsfachliche Kenntnisse für Personen, die unterhalb ihrer im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen oder beruflichen Potenziale in Arbeit vermittelt werden oder wurden, sowie für Arbeitsuchende und Beschäftigte, die aktuell noch nicht oder nicht als Fachkräfte beschäftigt sind. Die Maßnahmen sind branchen-, berufs- und qualifikationsübergreifend ausgestaltet und beinhalten berufsbegleitende Fortbildungen durch den jeweiligen Träger.
- Branchen-, berufs- und qualifikationsübergreifende Begleitprojekte:
Anschlussbegleitung für Neuzuwandererinnen und Neuzuwanderer;
Begleitung für bereits in Deutschland lebende Menschen ausländischer Herkunft einschließlich dem Zusammenstellen von Qualifikationsbausteinen;
Klärung von Fördermöglichkeiten für Qualifizierungen und Begleitung der Zuwanderer bis zum bildungsadäquaten Berufs- und Brancheneinstieg;
Mentoring und Coaching – gegebenenfalls durch gewonnene Mentor*innen;
Vermittlung in Betriebe bei wesentlichen Unterschieden im Praxisbereich
Regionale Integrationsnetzwerk Willkommens- und Anerkennungskultur internationaler Arbeitskräfte, RINWA IQ NRW
Alle IQ Teilvorhaben im Regionalen Integrationsnetzwerk Willkommens- und Anerkennungskultur IQ NRW (RINWA IQ NRW) beraten Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und deren Beschäftigte zu Fragen der Gewinnung, Einstellung, der Kooperation mit und dem Halten von internationalen Arbeits- und Fachkräften im Betrieb. Folgende Angebote des RINWA IQ NRW stehen zur Verfügung:
- Unterstützung von Unternehmen beim Suchen und Finden internationaler Arbeitskräfte
- Beratung von Arbeitgebenden und Arbeitskräften zu den Möglichkeiten der Fachkräfteeinwanderung, der Berufsanerkennung, zu beschäftigungsbegleitender Qualifizierung und Verweis zu Sprachförderangeboten
- Sensibilisierung von Belegschaften, Berufsschüler*innen sowie Lehrkräften an Berufsschulen durch Infoschulungen wie z.B. zu leichter Sprache, verschiedenen Rassismen, Rechtsextremismus, Verschwörungserzählungen, Diskriminierungsrisiken oder Unterstützungserfordernissen für neue Arbeitskräfte
- Unterstützung von Unternehmen im Integrationsmanagement